Aktuelle Studienlage zu Sport und Angstzuständen

  • Eine gewisse Form von Angst ist wichtig, die hier vorgestellte Studienlage bezieht sich aber auf persistierende, intensive und überzogene Sorgen oder Angst in Alltagssituationen.
  • Mehr körperliche Aktivität = niedrigeres Risiko von Angstzuständen
  • Wenig körperliche Aktivität = höheres Risiko von Angstzuständen und Depressionen.
  • Spannend: Wenn man exzessive Angst hat, ist Joggen als rythmische, vorhersehbare Bewegung nicht empfehlenswert. HIIT ist besser, da die Bewegungen plötzlicher kommen und ein aktives Mitdenken erfordert ist. So kommt man besser aus den Gedankenschleifen raus.
  • Nach dem Sport stellt sich oftmals ein Gefühl von “Ah, ich habs geschafft” ein. Personen mit Angstzuständen haben häufig ein Problem zu entspannen, weswegen dieser “Endorphinrausch” nach dem Training gerade für die Personengruppe super wichtig sein kann.
  • Bei einer Angsttematik kann man sich auch auf z.B. eine Beschwerde im Knie in überzogenem Maß fokussieren, weswegen die Aufklärung über die Schmerzmechanismen und Strukturen immens wichtig ist.
  • Kleine Schritte, die nicht überfordern und Selbstbewusstsein in dem Sport aufbauen, sind sehr wichtig.
  • Empfohlen wird Krafttraining und Sport, der die Herzfrequenz in die Höhe treibt. Das wirkt präventiv gegenüber zukünftigen Angstzuständen.
  • Sport beeinflusst natürlich auch die Begleiterkrankungen von Angstzuständen positiv (Kardiale Problematiken, Krebs etc.).
  • Verbesserung bei einzelnen Sessions (Krafttraining und aerobes Training), aber bei hoher Frequenz über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen sind die besten und langanhaltensten Veränderungen zu beobachten. Eine Supervision immer besser als ohne.
  • Hohe Signifikanz bei der Behandlung von Angstzuständen durch aerobes Training und Krafttraining. Tai Chi und Yoga sind dagegen nicht so relevant.

    Aber es gilt: Jede Form der Bewegung ist wichtiger als keine.


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