Warum immer wieder neu anzufangen mehr Kraft kostet als ein einziger, durchdachter Start
Immer wieder neu anzufangen – das ist es, was die meisten Frauen wirklich erschöpft. Nicht das Training selbst.
Lass mich das erklären. Ein Neustart – egal in welchem Bereich – kostet Energie:
- Prioritäten neu ordnen
- Konfrontation mit blinden Flecken
- Selbstsabotage umfahren
- Gewohnheiten neu integrieren
- Alte Gewohnheiten zielorientierter aufstellen
- Ressourcen akquirieren (zeitliche und finanzielle)
- Und und und…
Das einzige, was dir noch mehr Energie zieht? … ist, die eine Sache immer wieder von neuem anzufangen.
Aufzuhören, bevor Momentum einsetzt. Aufzuhören, bevor du Erfolge siehst und dann mit einem Misserfolg mehr im Gepäck irgendwann wieder am Anfang beginnen. Und irgendwie ist dieses Gefühl „es klappt ja sowieso nicht“ noch viel präsenter als beim allerersten Versuch – jeder Abbruch legt eine weitere Schicht Zweifel obendrauf.
Ich hatte mal eine Klientin, die mir im Erstgespräch erzählte, sie hätte in den letzten fünf Jahren „bestimmt zehnmal“ mit Sport angefangen. Jedes Mal mit vollem Elan. Jedes Mal nach drei, vier Wochen wieder aufgehört. Im Gespräch wurde deutlich: Sie hatte über die Jahre mehr Energie in das ständige Wiederanfangen verloren als es gekostet hätte, es einmal richtig zu machen – und dann auf der Welle des Momentums zu surfen.
Was mich daran besonders beschäftigt hat: Es lag nicht an fehlender Disziplin. Das tut es nie. Es lag daran, dass jeder Neustart bei null anfing – neue Übungen, neue Unsicherheit, neues Zögern. Kein Aufbau, keine Kontinuität, kaum Wissen, das von einem Versuch zum nächsten mitgenommen wurde. Genau das kostet die eigentliche Kraft. Und genau das lässt sich vermeiden, wenn von Anfang an jemand mitdenkt, der den roten Faden hält, auch wenn du selbst gerade keinen siehst.
Leider ging es vielen meiner Kund:innen mit Sport genau so bevor sie zu mir kommen. Immer wieder neu anzufangen wurde zum eigentlichen Kraftfresser, nicht das Training.
Bis wir zusammen eine Trainingsart und einen Trainingsrhythmus erarbeitet haben, die einfach langfristig funktionieren.
Meiner Meinung nach ist das die Kombination aus:
- Wissen vermitteln: Wie funktionieren die Übungen? Warum tue ich was, wann? Wer versteht, was im Training passiert und warum, muss sich nicht mehr auf pure Willenskraft verlassen. Das viel gehypte „Why“ ist präsent und trägt durch das Training.
- Körperbewusstsein schärfen: Wie interpretiere ich die Signale meines Körpers? Lieber Kopfmensch, wir wissen beide, dass du darauf nicht so gerne achtest 😉
- Eine Sportroutine aufbauen, die erst durch ein bisschen mehr Verbindlichkeit und dann in Eigenregie durchgeführt werden kann.
Diese drei Bausteine zusammen sorgen dafür, dass Training nicht mehr von deiner Tagesform oder Motivation abhängt. Es wird zu etwas, das einfach passiert – so wie Zähneputzen oder der Weg zur Arbeit. Kein Kraftakt jeden Morgen aufs Neue, sondern eine Selbstverständlichkeit, die sich über Wochen und Monate aufbaut, statt immer wieder bei null zu beginnen.
Ein richtiger Start klingt erstmal nach mehr Aufwand als „einfach mal wieder loslegen“. Aber er kostet auf lange Sicht so viel weniger Energie, als immer wieder anzufangen und aufzuhören – und dabei jedes Mal ein Stück mehr an das Gefühl zu glauben, dass es „bei dir eh nicht klappt“.
Genau das ist der Grund, warum ich mit meinen Klientinnen nicht auf schnelle Motivation setze, sondern auf Struktur, Verständnis und Verbindlichkeit von Anfang an – damit du dieses Mal nicht wieder bei null anfangen musst. Nicht, weil Motivation nichts wert wäre. Sondern weil sie allein selten über Monate trägt, wenn das Fundament fehlt.
Wenn du das Gefühl hast, in genau diesem Kreislauf festzustecken, und dir wünschst, dass es dieses Mal wirklich bleibt: Lass uns in einem kostenlosen Kennenlerngespräch schauen, wie ein Start aussehen kann, der nicht wieder im Sand verläuft. Du musst diesen Kreislauf nicht allein durchbrechen – genau dafür bin ich da.

