Ich dachte, ich müsste mich kleiner machen, um mehr wert zu sein.

Warum Krafttraining feministisch ist.


Ich hab so viele Jahre damit verbracht, gegen meinen Körper zu kämpfen.
Weniger essen. Mehr trainieren. Bodybuilding war kein Hobby, es war mein Leben. Mein Lifestyle.

Ich habe meine wirklichen Bedürfnisse ignoriert, weil ich dachte: Wenn ich diszipliniert genug bin, werde ich endlich zufrieden sein.

Aber je weniger ich wog, je schmaler ich wurde, desto leerer fühlte ich mich auch.

Mein Körper war super durchtrainert.
Mein Körperfettanteil minimal.
Meine Gedanken drehten sich aber auch nur darum.

Meine Beziehung zum Essen – toxisch.
Mein Training – 7 Tage, die Woche – zu viel.

Über die Jahre ist mir aber folgendes klar geworden:
Mein Aussehen ist meine uninteressanteste Eigenschaft.

Und: Diäten sind antifeministisch.
Sich kleiner zu machen ist eine Aussage.
In die falsche Richtung.

Frauen dürfen MEHR sein.
Mehr Platz einnehmen.
Lauter sein.
Mehr Selbstvertrauen und Kraft haben.

Auch ich.

Mittlerweile spiegelt sich meine feministische Haltung in meinem Training wieder: Ich trainiere, um mich stark und gut zu fühlen – nicht, um weniger zu werden. Nicht um einem Idealbild hinterherzurennen.

Ich esse, um zu leben – nicht, um mich zu kontrollieren.

Und ich begleite Frauen, die bereit sind, aus dem ewigen Kreislauf auszusteigen in einem safe space. Weil wir mehr sein dürfen.

Evoto

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